PRESSEMITTEILUNG

München, den 16.02.09


Internet Auftritt des Dachverbandes Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen

Der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen e.V. ist seit dem 16.02.09 online im Internet unter www.dbtk.de. zu finden. Der im Jahr 2007 gegründete Dachverband hat sich zum Ziel gesetzt, private gemeinnützige und gewerbliche Träger von Kindertageseinrichtungen zu unterstützen und zu vernetzen.

Der Dachverband bietet allen Trägern, den kleinen wie den großen, eine vielfältige Plattform zum Austausch von Erfahrungen und Ideen an. Auf der Homepage finden Sie die aktuellsten Informationen rund um das Thema „Kindertageseinrichtungen“ in Bayern. Der Dachverband plant halbjährlich ein Gesprächsforum mit externen Experten und Entscheidungsträgern zu den Rahmenbedingungen von privater Trägerschaft von Kindertageseinrichtungen zu informieren. Über die Ergebnisse dieser Gespräche werden die Mitglieder auf der Internetseite informiert.

Zum Vorstand des Dachverbandes gehören Benjamin Tajedini von Infanterix (Tajedini gGmbH), Annegredt Fendt von Neue KinderFAN GmbH, Cécile Torrens-Horak von Zukunft Kinderkrippe GmbH, Verena Lang von pme Familien Service GmbH und Andrea Modrak von Kinderzentren Kunterbunt e.V. Der Dachverband vertritt die Interessen von Trägern in Bayern mit derzeit 300 Mitarbeiter und über 1000 betreute Kinder pro Tag.


Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen e.V.

Leonrodstrasse 46
80636 München
Kontakt: Cécile Torrens-Horak: 089-23546925
Email: torrenshorak@dbtk.de
Web: www.dbtk.de


PRESSEMITTEILUNG

„Gleiche Förderung für alle Münchner Kinder“

Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen warnt vor Kostenexplosion: Landeshauptstadt München sollte auf qualitativ hochwertige Betreuung setzen und öffentliche sowie private Einrichtungen gleichermaßen fördern

München, 19. Mai 2010. Kinder sind unsere Zukunft. Doch die Landeshauptstadt München scheint bei der Vergabe der Fördermittel mit zweierlei Maß zu messen. Der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen fordert jetzt, allen Kindern der Isar-Metropole die gleiche Förderung für eine qualitativ hochwertige Betreuung zukommen zu lassen.

Zum Hintergrund: Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen hat am 28. Oktober 2009 eine Richtlinie zur Förderung der Betriebskosten von Plätzen für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in der Tagespflege veröffentlicht. Diese Richtlinie regelt die Modalitäten der Weiterleitung der vom Bund im Rahmen des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) für den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel. Der Antrag auf diese Bundesmittel ist auf Basis der Krippenkinderanzahl sowie der Zahl der Betreuungsstunden aller nach Bayerischem Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz (BayKiBiG) förderfähigen Kindertageseinrichtungen kalkuliert. Dazu zählen auch privat gemeinnützige und gewerbliche Träger. Benjamin Tajedini vom Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen kommentiert: „Leider erfolgt trotz Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums (siehe Newsletter 76 vom 17. Juli) und des Bayerischen Gemeindetages (siehe Schnellinfo vom 5.November) momentan keine  Auszahlung dieser Bundesmittel durch die Landeshauptstadt München an die förderfähigen privaten Kindertageseinrichtungen.“

Die Landeshauptstadt München hat die Weiterleitung dieser Bundesmittel auf Antrag des Dachverbands nun überprüft. Am 4. Mai hat der Kinder- und Jugendhilfeausschuss der Stadt beschlossen, die Bundesmittel nicht direkt an freie Träger weiter zu reichen, sondern sie im Rahmen der Neukonzeption der Münchner Förderformel einzuplanen. Diese Neukonzeption der Münchner Förderformel besteht seit zwei Jahren als Entwurf und ist noch längst nicht in Kraft getreten.

Der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen fordert daher: Um weiterhin für die Münchner Kinder unser qualitativ hochwertiges Angebot gewährleisten zu können und um die Landeshauptstadt beim Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren weiterhin in ihrem wertvollen Beitrag zu unterstützen, muss die Landeshauptstadt München einen genauen Termin zur Festlegung und Umsetzung der Münchner Formel benennen. Zugleich fordert der Dachverband, eine Weiterleitung der Bundesmittel an die privat gemeinnützigen und gewerblichen Träger rückwirkend auf das Krippenjahr 2009/2010 sicher zu stellen.

Über den Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen e.V.

Der Dachverband für Bayerische Träger von Kindertageseinrichtungen e. V. unterstützt die privaten gemeinnützigen und gewerblichen Träger von Kindertageseinrichtungen in Bayern. Der im Jahr 2007 gegründete Dachverband zählt derzeit rund 53 Einrichtungen mit insgesamt 1.450 Plätzen und engagiert sich sehr zum Thema Fachkräftemangel, Kinderintegration, Qualität und Gleichstellung der privaten Träger im Kinderbetreuungsbereich.

Kontakt:
Benjamin Tajedini
Leonrodstrasse 46
80636 München
 
Tel.: +49 (89) 97.39.46.97
Fax: +49 (89) 97.39.46.98
Mobil: +49 (177) 722.822.5

Web: www.dbtk.de


PRESSEMITTEILUNG

Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen fordert Überarbeitung der „Münchner Formel“

DBTK: Kommunales Fördersystem unausgewogen / Private Einrichtungen haben Nachsehen

München, 29. Oktober 2010. „Gleiche Unterstützung für alle Kindertageseinrichtungen!“ Das fordert der Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen (DBTK) anlässlich der so genannten „Münchner Formel“. Größtes Manko des am Dienstag, 9. November, im Schul- und Sportausschuss sowie Kinder- und Jugendhilfeausschuss zur Diskussion stehenden, kommunal finanzierten Fördersystems sei eine ungleiche Verteilung der Mittel. Durch die „Münchner Formel“ sollen zwar alle Träger der Landeshauptstadt eine zusätzliche Finanzspritze erhalten. Jedoch finden sich im derzeit vorliegenden Entwurf Formulierungen, die private und öffentliche Träger mit zweierlei Maß bewerten.

Die zusätzlichen Mittel würden zwar eine Angleichung  der Betreuungsgebühren von privaten und städtischen Kindertageseinrichtungen vorantreiben. Eine Gleichstellung der verschiedenen Träger sei jedoch noch immer nicht in Sicht, so der DBTK. Zudem sieht die Formel keinen Zuschuss für Privatträger zur vollständigen Refinanzierung von Umbauten sowie  laufenden Renovierungs- oder Instandhaltungsarbeiten ihrer Räumlichkeiten vor. Konkret: Bislang bezuschusst die Stadt München bei privaten Trägern 80 Prozent der Umbaukosten, 20% müssen jedoch vom Träger selbst getragen werden . Bauliche Maßnahmen werden sich aufgrund stetig zunehmender Auflagen jedoch künftig deutlich mehren. Hier gibt es bislang keine finanzielle Unterstützung. Doch auch die notwendige Fachberatung, die Ausbildung neuer Fachkräfte, Betriebsarztuntersuchungen beim pädagogischen Team und die Verwaltungskosten für den Kita-Betrieb werden die privaten Träger nach Einführung der „Münchner Formel“ aus der eigenen Tasche oder mit Hilfe der Wirtschaft bezahlen müssen.

Benjamin Tajedini, Vorstand des Dachverbands Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen, kommentiert: „Die Münchner Formel ist sicherlich ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung von Privatträgern und städtischen Einrichtungen beziehungsweise Trägern mit Defizitverträgen. Trotzdem werden die privaten Einrichtungen weiterhin mit geringeren Mitteln für die Betreuung der ganz Kleinen oder die Suche nach Personal kämpfen müssen.“ Die „Münchner Formel“ sieht derzeit keine zusätzlichen Mittel für Kinder unter einem Jahr vor, obwohl diese deutlich mehr Pflege und Betreuung brauchen.

Unterstützung fehlt den privaten Trägern auch bei der Suche nach Personal. Für die städtischen Einrichtungen lockt die Landeshauptstadt interessierte Bewerber mit einer großen Werbekampagne, Wohnungsprogrammen und Schnupperwochenenden nach München. Dies können die privaten Einrichtungen nicht bieten. Da die „Münchner Formel“ vorsieht, neben der Deckelung der Elternbeiträge auch die Personalgehälter zu vereinheitlichen, liegen die privaten Einrichtungen wiederum klar im Nachteil. Tajedini: „Die öffentlichen Einrichtungen bekommen von der Stadt bei ihrer Personalsuche eine riesige Unterstützung. Wenn die privaten Anbieter hier nicht mit einbezogen werden, müssten sie zumindest leistungsbezogene Gehälter und Prämien bieten können, um interessierte Bewerber anzusprechen.“

Der DBTK fordert deshalb alle politischen Fraktionen des Münchner Stadtrats zur Gleichstellung aller Münchner Träger auf. Hierbei gilt es, die folgenden Punkte in die „Münchner Formel“ mit aufzunehmen und umzusetzen:

·         Vollständige Refinanzierung von Umbau- sowie laufenden Renovierungs- und Instandhaltungsarbeiten

·         Zuschuss zur Miete unabhängig der Bewilligung des Investitionsförderzuschusses 

·         Möglichkeit zur Fachberatung

·         Pauschale für Verwaltungskraft

·         Pauschale für die laut Biostoffverordnung verpflichtende Betriebsarztuntersuchungen

·         Höherer Gewichtungsfaktor für unter Einjährige

·         Keine Deckelung nach TVÖD

·         Optimierte Erläuterung der Prüfungskontrolle durch die Behörde

Über den Dachverband Bayerischer Träger für Kindertageseinrichtungen e.V.

Der Dachverband für Bayerische Träger von Kindertageseinrichtungen e. V. unterstützt die privaten gemeinnützigen und gewerblichen Träger von Kindertageseinrichtungen in Bayern. Der im Jahr 2007 gegründete Dachverband zählt derzeit rund 55 Einrichtungen mit insgesamt 1.500 Plätzen und engagiert sich sehr zum Thema Fachkräftemangel, Kinderintegration, Qualität und Gleichstellung der privaten Träger im Kinderbetreuungsbereich.

Kontakt:

Cécile Torrens-Horak
Leonrodstrasse 46
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